Keine Freiwilligen in der Zentrale in Lenzburg, keine Anrufe auf der Hotline von Nez Rouge Aargau und keine Gäste, die nach Hause begleitet wurden – die Aktion 2020 fiel für die beliebte Präventionskampagne für mehr Sicherheit auf den Aargauer Strassen ins Wasser. 

Die 27. Aktion von Nez Rouge Aargau verlief so ganz anders, als sich das die Verantwortlichen vorgestellt hatten. Aufgrund der Corona-Pandemie musste der Vereinsvorstand die Aktion nämlich schon frühzeitig absagen. Ein schwieriger Entscheid. «Für uns hat die Gesundheit unserer freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern oberste Priorität», begründete Präsident Heinz Fehlmann den Entscheid damals.

Eine Entscheidung, die sich rückblickend als goldrichtig erwiesen hat. In der aktuellen Situation wäre es nicht möglich gewesen, den beliebten Heimfahrdienst anzubieten. Vor allem nicht im gewohnten Umfang. Denn im Kanton Aargau hat die Aktion in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen. Das beweisen nicht zuletzt die Rekordzahlen aus dem Vorjahr: 2019 hat Nez Rouge Aargau nämlich erstmals über 3000 Fahrten absolviert und dabei beinahe 110’000 Kilometer zurückgelegt. Dafür haben die Freiwilligen im Dezember 1347 Einsätze geleistet. Damit war Nez Rouge Aargau einmal mehr die erfolgreichste Sektion in der ganzen Schweiz.

Guten Mutes für die Aktion 2021

In diesem Jahr jedoch blieb der Zähler von Heinz Fehlmann, der jeweils die Statistiken für Nez Rouge Aargau fein säuberlich führt, bei «null» stehen. «Das war ein schwieriges Jahr für uns. Natürlich hat es mich und auch viele andere langjährige Helferinnen und Helfer gejuckt und wir wären sehr gerne gefahren, wie wir das in den letzten Jahren immer getan haben – ganz besonders in der Silvesternacht, wo wir jeweils Hochbetrieb haben», so Heinz Fehlmann. «Dennoch sind wir nach wie vor der Meinung, dass die Absage der diesjährigen Aktion absolut richtig war. Wir blicken jedoch bereits nach vorne und sind guten Mutes, dass wir die Aktion 2021 im gewohnten Rahmen durchführen können.»